Amsterdam mit dem Wohnmobil

Frank war als junger Erwachsener mit seiner Fußballmannschaft mal in Amsterdam. Zu diesem Zeitpunkt interessierte ihn allerdings nur das Nachtleben und die Coffeeshops. Vor ein paar Jahren waren wir dann gemeinsam dort, allerdings für ein Event unseres Spieles Ingress und es blieb leider wieder keine Zeit sich der Kultur zu widmen.

Sex, Drugs and Fietsen

Wieder war der Auslöser für die Fahrt nach Amsterdam das Spiel Ingress. Diesmal gönnten wir uns allerdings schon eine frühere Anreise, so das wir uns einen kleinen Eindruck von Amsterdam verschaffen konnten, um bei einen späteren Besuch schon ziemlich genau zu wissen was wir sehen wollten und was nicht.
Amsterdam besteht nicht nur aus den drei oben genannten Dingen, obwohl zwei davon immer gegenwärtig sind. Besonders die Fietsen (Fahrräder), besser die Radfahrer waren oft ein Problem.
Ziemlich rücksichtslos wurde drauf los geradelt und als Fußgänger empfanden wir den Fahrradverkehr gefährlicher als den Autoverkehr in so mancher Großstadt.

Es scheint so, als gäbe es für Radfahrer keine Regeln. Es wurden Autos abgedrängt, andere Radfahrer umgenietet, und Fußgänger wurden selbst auf den Fußwegen weg geklingelt. Teilweise konnte man Wege gar nicht mehr passieren, da sie von Fahrrädern komplett dicht gestellt waren.

Selbst früh am Morgen waren die Coffeeshops gerammelt voll und immer wieder stolperten wir über Menschen mit weit offenen Pupillen und glückseligen Blick. Insgesamt war die Stimmung sehr gechillt und wir empfanden den Besuch in Amsterdam eher als entspannt, im Vergleich mit anderen großen Städten.

Nachdem wir das Rotlichtviertel bei Tage gesehen hatten und es einfach nur versifft war, haben wir uns einen Besuch am Abend erspart.

Was gibt es noch in Amsterdam

Grachten, Hausboote, schiefe Häuser, jede Menge Kultur, Parks, Restaurants und vieles mehr.

Wie in jeder großen Stadt hat Amsterdam auch zahlreiche Museen und Ausstellungen, wir nennen hier nur drei der bekanntesten unter ihnen.

Ganz vorne das Anne Frank Haus. Hier sollte man sich entweder ein Expressticket gönnen, für einen Besuch vielleicht eine ungemütlichere Jahreszeit wählen oder sehr viel Zeit mitbringen. Selbst in der Vorsaison waren die die Warteschlagen extrem lang.
Gleich danach das Museum Het Rembrandthuis.

Und für uns ein absolutes muss das Van Gogh Museum. Für Sparfüchse, die ohnehin noch eine Grachtenfahrt machen möchten, kann man online ein Kombi- Ticket kaufen.
Leider haben wir es zeitlich nicht mehr geschafft, aber ein weiteres Highlight ist das Pannenkoekenboot, das ein Pfannenkuchen All-U-Can-Eat Buffet mit einer Hafenrundfahrt kombiniert.

Ansonsten können wir empfehlen sich einfach treiben zu lassen, es gibt hier unendlich viel zu entdecken. Als besonders gelungen empfanden wir den Spagat zwischen den uralten Häusern und der modernen Architektur. Trotz großer moderner Glasfassaden empfanden wir diese nicht so aufdringlich wie in anderen Städten.
Den Altstadtkern kann man am besten zu Fuß, per Fahrrad oder bei einer Grachtenfahrt erkunden.

Auch die Werftseite von Amsterdam sollte man unbedingt besuchen, früher Schiffsbauwerft ist heute die NDSM ein großes Kreativzentrum mit Museumschiffen, Künstlern, Ausstellungen und vieles mehr.

Der Stellplatz

Jetzt kommen wir zu dem enttäuschenden und ernüchternden Teil von Amsterdam. Da es in den Niederlande streng verboten ist, mit dem Wohnmobil frei zu stehen, waren wir gezwungen einen Stellplatz in Amsterdam anzufahren. Wir wussten das die Plätze in den Niederlanden schon ziemlich teuer sind und Amsterdam da sicher noch mal 1-2€ drauf legt. Letztendlich haben wir 26 Euro für eine Nacht bezahlt. Für für einen Campingplatz wäre das auch in Ordnung gewesen. Für ein riesiges Arenal mit über 100 Stellplätzen, der fast komplett belegt war, schon frech. Selbst wenn nur 50 Plätze belegt werden, nehmen die Betreiber  am Tag 1300 ein. Und das für einen eingezäunten Schotterplatz, ohne Sanitäre Anlagen. Von der Videoüberwachung haben wir auch nur eine Kamera gesehen, allerdings ist der Platz ziemlich gut gesichert, so das Eindringlinge es nicht einfach haben, auf das Gelände zu kommen. Im Preis enthalten war die Ent-/Versorgung und WLAN. Strom musste man extra buchen.

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