Bayeux und seine Geschichte

Bayeux und seine Geschichte

Auf dem Weg nach Bayeux nutzten wir die Chance die Landungsstrände der Normandie zu besuchen.

Aufgrund des 75 jährigen Gedenken an die Landung der Alliierten, waren alle Städte und Museen komplett überfüllt, weshalb wir dann ziemlich schnell die Gegend wieder verließen. Wir werden das aber auf jeden Fall noch mal nachholen.

Also fuhren wir weiter nach Bayeux. Unseren ersten Besuch hatten wir damals ziemlich kurz gehalten, darum haben wir dieses Mal einen kompletten Tag für eine Stadtbesichtigung eingeplant.

Wir fanden einen passenden Parkplatz unterhalb der Kathedrale von Bayeux und fingen von hier an die Stadt zu besichtigen. Die Stadt hat viele Sehenswürdigkeiten, Museen und Ausstellungen zu bieten. An fast jeder Ecke befinden sich kleine Café´s oder Restaurants.

Alles überragend und nicht zu übersehen ist die Kathedrale “Notre-Dame“ vom Bayeux. Die Kathedrale ist der Sitz des Bischofs von Bayeux-Lisieux und eines der bedeutendsten sakralen Baudenkmäler der Normandie. 1862 wurde sie als Monument Historique klassifiziert.

Ein absolutes Highlight ist der Wandteppich von Bayeux und definitiv einen Besuch wert. Der Wandteppich stellt Szenen aus dem 11. Jahrhundert dar und ist unwahrscheinlich Detailreich. 1982 wurde extra für den Wandteppich das Centre Guillaume le Conquérant errichtet.
Damit wir hier keinen langweilen, haben wir für den ausführlicheren Bericht über den berühmten Teppich von Bayeux weiter unten einen Link gesetzt.

Hier im Beitrag seht ihr einige Bilder von Schaufenstern, die vom Künstler Pascal Falisse zum Gedenken an den D-Day gestaltet worden sind. Weiter unten findet ihr einen Link, indem wir Euch noch ein paar weitere Bilder vom Künstler  zeigen möchten.

 

Bayeux im Laufe der Jahrhunderte

  • In der Eisenzeit gaben die Gallier (die Keltischen Bewohner) der Stadt dem Namen Augustdurum.
  • Zu der Zeit von Kaiser Augustus war er ein wichtiger Ort der römischen Provinz Gallia Lugdunensis.
  • Von Anfang an wurde die Stadt regelmäßig und stark bekämpft. Gegen Ende des dritten Jahrhunderts wurde die Stadt zum Schutz vor den Sachsen befestigt. Die Reste der Festungsanlage sind immer noch erhalten und können besichtigt werden.
  • 890 n. Chr. wurde die Stadt von den erobernden Normannen fast komplett zerstört. Dabei wurde unter anderem auch die damalige „Kirche“ zerstört. Nachdem die Normannen die Stadt wieder aufgebaut hatten, wurde nach 911 n.Chr. die Kathedrale Notre Dame gebaut, die 1047 durch ein Feuer zerstört wurde. Im gleichen Jahr wurde mit dem Neubau der Kathedrale begonnen, die 1077 eingeweiht wurde. Die Krypta, soll der Geschichte nach, der Rest der romanischen Kirche sein.
  • Im Hundertjährigen Krieg hatte die Stadt unter den wechselnden Kriegsglück der Parteien zu leiden, bliebt dabei aber unzerstört.
  • Während der Reformation hatten die Protestanten zwischenzeitig die Oberhand in der Stadt so musste auch Bayeux den Bildersturm (protestantische Vernichtungsaktion der katholischen Bildnisse von Christi und den Heiligen) über sich ergehen lassen. In der darauf folgenden Gegenreformation der Katholiken wurde die alte Pracht wieder hergestellt und teilweise noch viel großzügiger und reichhaltiger.
  • Am 06.06.1944, dem so genannten D-Day, begann die Landung der Allierten Truppen an der acht Kilometer entfernten Ärmelkanalküste. Bereits am 07.06.1944 wurde Bayeux von britischen Truppen, die ihm Rahmen der Operation Overlord am Golden Beach bei Longues-sur-Mer gelandet waren, befreit. Da die Alliierten die Stadt von den vorausgehenden Luftangriffen verschont hatten, und die Deutschen nach Caen abgezogen waren, erlitt Bayeux als einziger Ort in der Region Calvados keine Zerstörungen und war die erste bedeutende Stadt, die die Alliierten befreien konnten.

Hier geht es zum Wandteppich

Hier geht es zu Pascal Falisse- Schaufensterkunst

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