Cap Fréhel

Cap Fréhel

Wir wählten als nächstes Ziel das Cap Fréhel.
Da wir dort relativ spät angekommen waren, umrundeten wir zuerst das Cap mit dem Womo und entschieden uns dann im Plévenon, auf dem sich am Ortsrand befindlichen kostenlosen Stellplatz, zu übernachten. Die Nacht war erstaunlich ruhig obwohl die Hauptverkehrsstraße direkt am Platz vorbei führt. Merry ist am nächsten Morgen dann zum örtlichen Bäcker gegangen und hat leckeres Baguette fürs Frühstück gekauft.

Wissenswertes zum Cap Fréhel

Rings um das Cap gibt es immer wieder Parkbuchten. Die Klippen des Cap Frèhel bestehen aus rötlichen Sandstein, schwarzem Schiefer und rosa -farbenden Granit. Die höchsten Stellen des Cap dürften so um die 100 Meter haben. Am Cap stehen zwei Leuchttürme, einer der beiden stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das ganze Cap Frèhel ist Vogelschutzgebiet und es brüten hier zahlreiche Vogelarten. Jetzt im Mai stehen die Wiesen, die das Cap bedecken, in voller Blüte.

Auf zum Wandern

Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns dann gegen 10 Uhr auf dem Weg gemacht, das Cap zu Fuß zu umrunden. Frank hatte eine Wanderstrecke mit Komoot erstellt, die ungefähr 16 Km lang war und uns unter anderem am Fort la Latte, den Leuchtürmen und einigen Grotten vorbei führen sollte.
Auf der Strecke selbst war es im Gegensatz zu den Hauptrouten angenehm ruhig und außer uns verirrten sich nur wenige auf diesen Rundweg. Teilweise mussten wir uns durch unwegsames Gelände kämpfen.

Auch machten uns manche steileren Auf- und Abstiege etwas zu schaffen, da dort teilweise der Boden ins rutschen kam. Wenn man dort gefallen wäre, dann gleich 30 Meter tief die Klippen runter. Es war von der Landschaft halt zum sterben schön.
Es war warm, aber auch immer wieder extrem nebelig, was etwas Abkühlung brachte.

Das große Highlight war die Festung „La Latte“ auf dem Felsen Goyon. Für ein paar Euro konnte man die Festung besichtigen.

Sie wurde liebevoll saniert, ausführlich ausgeschildert und was Merry besonders gut gefallen hatte, waren die heimischen Pflanzen, die in den Festungsmauern überall angepflanzt und beschriftet worden sind.
Nachdem wir die Burg passiert hatten, verbesserten sich die Wanderwege und uns kamen wieder etliche Wanderer entgegen.
Die beiden Leuchttürme (alt/neu) die direkt nebeneinander lagen und das Cap sichern, waren ganz nett, aber besonders aus der Gegend waren wir interessanteres gewohnt. Besonders bei den Leuchttürmen und auf dem Rückweg hatten wir mit schlechter Sicht zu kämpfen, teilweise unter 50 Meter.

Wir sind uns immer noch nicht sicher, ob das eine Nebelbank war, oder tief hängende Wolken.
Die Strecke würden wir als mittelschwer einschätzen. Allerdings waren wir sehr froh, das wir Choco vorsichtshalber zuhause gelassen haben.

Wissenswertes zur Festung la Latte

  • 937 wurde laut Legenden eine erste Burg von der Familie Goyen, eine der ältesten bretonischen Familien, gebaut.
  • Im 13. Jahrhundert wurde dann mit dem Bau der gegenwärtigen Burg begonnen
  • 1379 schickte Bertrand Dugesclin Truppen zur Burg Roche Goyon, die sich aber tapfer verteidigte. Dennoch wurde die Burg zu Gunsten Karls des fünften beschlagnahmt, Ihre Besitzer erhielten sie -1381 erhielten ihre Besitzer die Burg auf Grund des Vertrag von Guérande schon wieder zurück.
  • 1490 belagerten dann die Engländer sie Burg, aber erfolglos.
  • 1597 wurde die Burg erneut belagert. Saint-Laurent, ein Bote des Herzogs de Mercoer,besetzte die Burg und setzte sie anschließend in Brand und zerstörte sie. Nur ein kleiner Teil der Burg blieb verschont. Die Burg hieß zum damaligen Zeitpunkt schon La Latte.
  • Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Burg von der Familie Goyon dem Kriegsministerium übergeben.
  • 1690 bis 1715 wurde dann unter Ludwig den XIV die Burg wieder aufgebaut. Die Festung wurde mit Kanonenbatterien ausgestattet um den nach Saint Malo fahrenden Schiffen Schutz vor englischen oder holländischen Übergriffen zu bieten. Große Teile der heutigen Struktur enstanden damals.
  • 1793 wurde die Burg weiter ausgebaut, unter anderem wurde ein großer Ofen gebaut, um die Kanonenkugel rot glühend zu erhitzen. Diesen Kugelofen gibt es heute noch.
  • 1815 während der Herrschaft der Hundert Tage (https://de.wikipedia.org/wiki/Herrschaft_der_Hundert_Tage) versuchten dann Bürger aus Saint Malo die Festung zu erstürmen, aber ohne Erfolg.
  • Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Burg dann verlassen und nur ein Hausmeister blieb zurück
  • Seit 1925 gehört die Burg dem französischen Denkmalschutz
  • 1931 wurde die Burg restauriert und offizielle zum historischen Denkmal erklärt.

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