In den Pyrenäen

Villefranche de Conflent

Nachdem wir eine sehr ruhige Nacht in Baixas verbrachten brachen wir, für unsere Verhältnisse (gegen 9 Uhr), sehr früh auf. Wir wollten ganz entspannt zum Nationalpark “Parc Nacinal d Aigüstortes i Estany de Sant Marici” fahren um dort am nächsten Tag dann zu wandern. Unterwegs kamen wir an traumhaften schönen Landschaften und Ortschaften die sich eng an die Berge schmiegten vorbei.

Beim so gemütlich träumend dahinfahren waren wir auf einmal zwischen einer Felswand und einer von Menschenhand erschaffenen Mauer.

Ein ansehnlich stark befestigtes Dorf.

Unmengen von Autos parkten am Straßenrand und auf dem Parkplatz und wir sahen keine Chance irgendwo, zur Not auch Verkehrswidrig, zu parken. Leicht enttäuscht fuhren wir darauf im Schritttempo, scheiß auf den nachfolgenden Verkehr, die Mauer entlang.

Und da, ja, da war noch ein Parkplatz am Ende dieses Dorfes.

Und noch besser, das dort parkende Wohnmobil wollte gerade wieder los fahren und so ergatterten wir dann doch noch einen Parkplatz um dann die Mauern auch von innen besichtigen zu können.

Das Vauban Städtchen gehört als eines der schönsten Dörfer Frankreichs zu den touristischen Hotspots der “Pyrénées-Orientales” Vauban ergänzte die Stadtmauern durch sechs Eckbastionen fügte eine befestigte Höhle “Cova Bastera” hinzu und ließ oberhalb des Dorfes das “Fort Libéria” errichten. Den Ort und die Höhlenfestung verbindet ein unterirdischer Gang.

Wer das Dorf ausgiebig und ohne großen Touristenmassen anschauen möchte, sollte auf jeden Fall Vor- oder Nachsaison dazu wählen. Wir waren Anfang September dort und fanden es recht entspannt durch die Gassen zu schlendern. Viele kleine Souvenir Läden und einige Restaurants beherbergt das kleine Dorf.

Unserer Meinung nach, wenn man die Pyrenäen und deren Ausläufer besucht, genauso ein “MustSee” wie Carcassonne!

 

Parc Nacinal d Aigüstortes i Estany de Sant Marici

Nach einer Weile ging es dann weiter Richtung unserem eigentlichen Ziel, den Nationalpark. Auch auf der Strecke immer wieder wunderschöne Dörfer und Landschaften.

Da wir erst recht spät in der Region ankamen suchten wir uns dann auch gleich einen Übernachtungsplatz. Wir hatten Glück und konnten auf einen öffentlichen Parkplatz, mit drei weiteren Reisenden und herrlichen Ausblick, eine sehr ruhige Nacht in 1800 Meter Höhe verbringen.

Nächsten Morgen war dann früh aufstehen angesagt, es ging auf Wandertour in die Berge. Wir hatten einen Strecke von 13 Km Länge mit einem Höhenunterschied von 480 Metern rausgesucht. Was wir aber nicht bedacht hatten ist, dass diese 480 Meter Höhenunterschied in den Bergen auch mehrfach vorkommen können.

Wir waren so geschafft als wir endlich nach 4,45 Stunden am Ziel ankamen, das wir uns für den Rückweg ins Parktaxi gesetzt haben um wieder zum Startpunkt zu kommen.

Wir schafften es gerade noch soeben bis zum Womo zu kommen, bevor dann auch ein Unwetter über uns hinweg zog.

 

Nach gut zwei Jahren Wanderpause war das wohl doch etwas viel für den Anfang!

So tief und fest haben wir lange nicht mehr geschlafen und das obwohl das Unwetter nicht nur Regen mit sich brachte, sondern auch ein starkes Gewitter was über dem Tal fest hing. Was uns am nächsten Morgen dann berichtet wurde.

 

Eigentlich wollten wir noch weiter Wanderungen unternehmen, aber am nächsten Morgen erreichte uns ein Anruf der uns die Pläne für die nächsten Tage umwerfen ließ. Wir beschlossen schon früher wieder an die Küste zu fahren um nun schon Mitte September nach Marokko überzusetzen.

 

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.