Saint-Valery-en-Caux mit dem Wohnmobil

Wir machten einen kleinen 300 Km Hüpfer bis nach Saint-Valery-en-Caux. Diesen Ort kannten wir schon aus dem Frühjahrsurlaub und wir wollten mal schauen, ob in der Saison dort mehr los ist als Anfang Mai.

Saint-Valery-en-Caux

ist ein kleines Städtchen an der Alabasterküste. Es liegt fast mittig zwischen Dieppe und Fécamp.
Da im zweiten Weltkriegs leider ein Großteil des Ortes zerstört wurde, findet man nur noch ganz wenige alte Bauten. Und das obwohl der Ort urkundlich das erste mal 990 erwähnt wurde.
Eines der Überbleibsel aus vergangenen Zeiten ist das Fachwerkhaus Maison Henri IV aus dem 16. Jahrhundert. Heute beherbergt es ein Museum.

Der Leuchtturm an der Spitze der Mole hat ebenfalls die beiden letzten Jahrhunderte überlebt, er stammt aus dem Jahre 1872.

Ausflugsmöglichkeiten

In Saint-Valery-en-Caux kann man gut wandern, die Kreidefelsen nach Spuren auf vergangenen Zeiten absuchen, oder Kutter bewundern, die aufs Meer fahren und mit ihren Fängen wieder zurück kehren, um diese direkt am Anleger verkaufen. Auch wird dort viel von der Molenspitze geangelt.

Wetterphänomen

Nachdem im Frühjahr unser Womo mehr als kräftig vom Wind hin und her geschaukelt wurden, durften wir jetzt im Sommer ein faszinierendes Wetterphänomen beobachten.
Gemütlich an der Hafeneinfahrt sitzend gegen 22:00 Uhr und immer noch um die 33 Grad Lufttemperatur, kam plötzlich Wind auf und innerhalb von 2 Minuten sank die Temperatur von 33 Grad auf 17 Grad Celsius ab. Und das ohne jegliches Unwetter, Gewitter, etc. weit und breit.
Das war mal ein besonderes Erlebnis.

Der Stellplatz

Es gibt dort direkt hinter dem Hafenbecken einen riesigen Wohnmobilstellplatz.
Der Platz kostet 6 Euro die Nacht, darin ist die Müll- und Abwasserentsorgung enthalten. Frischwasser kostet 2 Euro zusätzlich für 10 Minuten. Sowohl die Parkgebühren, wie auch die Wasserversorgung müssen mit der Kreditkarte bezahlt werden. Wichtig bei dem Stellplatz ist es zu wissen, das es sich um eine Wohnmobilmassenhaltungsanlage handelt. Die Plätze sind extrem eng bemessen und man steht wirklich dicht an dicht.

Unser Fazit

Obwohl die Stadt von Wohnmobilisten überrannt wird, verwundert es doch das viele Geschäfte geschlossen sind.
Richtig enttäuscht waren wir bei dem Besuch eines der wenigen offenen Restaurants. Es war verhältnismäßig teuer, die Lebensmittel hatten keine gute Qualität und das ganze wurde lieblos auf den Teller geklatscht. Hauptsächlich wird der Ort von englischen Touristen überrannt.
Das Fossilien suchen in den herum liegenden Kreidebrocken hat uns sehr viel Spaß gemacht.
Als Zwischenübernachtung ja, mehr lohnt nicht wirklich.

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