Wörlitzer Park

Wörlitzer Park, UNESCO-Welterbestätte

Eigentlich hatten wir geplant, nur eine Nacht im Wörlitzer Park zu bleiben und dann weiter zu fahren. Der Park hat uns aber so gut gefallen, das wir noch eine Nacht dran gehängt haben, um auch noch die letzte Ecke des Parks zu erkunden.
Für einen Taler kann man sich mit einer Fähre von einer Insel zu anderen fahren lassen, man kann aber auch alles erkunden, ohne in die Geldbörse greifen zu müssen.
Ein weiteres Highlight sind die Gondeln, die einen über den See und durch die Kanäle schippern. Bei 10 Euro pro Erwachsenen konnten wir gar nicht sein sagen. Es war trotz des spätsommerlichen Wetters einfach nur traumhaft.
Es gibt dann noch die Möglichkeit die Falknerei zu besuchen und dort eine interessante Flugshow zu besuchen. (6 Euro p.P.)

 

Der Wörlitzer Park ist für jeden frei zugänglich und hat keine speziellen Öffnungszeiten. Jung und alt fühlen sich dort gleichermaßen wohl.
Direkt neben dem Eingangsportal gibt es einen kleinen Parkplatz für PKW und am seitlichen Parkeingang gibt es einen Großparkplatz, auf dem ein extra Bereich für Wohnmobile abgetrennt ist (5 Euro/Nacht).
Kleiner Tipp vorne weg, nehmt Euch einen Picknickkorb mit, das bringt Spaß, kostet kein unnötiges Geld und ihr ärgert euch nicht über die schlechte Qualität der Lebensmittel vor Ort.

Der Wörlitzer Park wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von dem Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) in Auftrag gegeben. Er hatte bei einer Reise nach England sich in die englischen Parks verliebt und so entstand der erste Mitteleuropäische Landschaftspark nach englischem Vorbild.
Der Park wurde am Wörlitzer See, einem Seitenarm der Elbe, angelegt und erstreckt sich über eine Fläche von 112,5 Hektar und grenzt direkt an die Stadt Wörlitz.
Eine Besonderheit war es, das der Park für jedermann zugänglich war.
Der Park besitzt fast nur natürliche Abgrenzungen, einzig im Norden wird der Park durch einen Wall und einen Hochwasserschutzdeich begrenzt.

Der Park bietet nicht nur eine unglaublich vielfältige Flora und Fauna, sondern auch noch einige sehenswerte Gebäude, wie das Schloss, der Marstall, das Küchengebäude, das Gotische Haus, Floratempel, St.Petri, der Bibelturm, eine Synagoge (die den Ausdruck der toleranten Politik des Fürsten wieder spiegeln sollte) und das Graue Haus (Rückzugsort der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine (1750-1811), ab 1790 wurde es zum Dauerwohnsitz, die es liebevoll „graues Kloster“ nannte).

Leitsatz des Fürsten Franz: „Nützlich zu sein und Gutes zu stiften sind in meinen Augen unsere Schuldigkeit und die angenehmste Beschäftigung unseres Lebens.“

 

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